Diese Konstellation war zu ungleich: Auf der einen Seite eine Mannschaft, die sich nach heftigem Personalumbruch noch finden muss. Auf der anderen Seite der ehemalige Erst-Regionalligist, der den Abstiegs-Betriebsunfall schnell durch den Wiederaufstieg reparieren will. So stellte sich das Kräfteverhältnis von Beginn an dar.
Sinnbildlich dafür war schon die Anfangsphase. Bevor die Derner zu ihren ersten Punkten kamen, hatte Recklinghausens bulgarischer Neuzugang Martin Stefanov seine persönliche Punktestatistik schon auf acht geschraubt; zwei Dreier und ein Treffer aus dem Feld.
„Wir hatten in Defensive wie Offensive unsere Probleme. Die Abstimmung fehlte noch, wir haben uns jede Menge Ballverluste geleistet“, fasste der neue Coach des SVD, Miguel Sanchez, zusammen.
Betrug der Rückstand nach dem ersten Viertel nur neuen Punkte, war er zur Pause auf 22 Zähler angewachsen (37:59), eingangs des letzten Viertels betrug er zwischenzeitlich 33 Punkte (50: 83, 31. Minute). Erst in den letzten fünf Minuten der Partie konnte der SVD noch Ergebniskosmetik betreiben, von 55:87 kam er noch zum 64:89- Endstand heran.
„Natürlich bin ich mit dem Endergebnis nicht zufrieden. Mit der Art und Weise, wie die Jungs gekämpft haben und motiviert waren, bin ich hundertprozentig zufrieden. Es sind die Veteranen“, wie Sanchez sie nennt, „die nun vorgehen sollen“. Wobei sich des Trainers Bezeichnung nicht auf das Alter bezieht, sondern eher auf die Spielerfahrung 2. Regionalliga. Von der profitierte am Freitagabend Center Michael Krichevski. Mit seinen 23 Jahren gehört er noch zur jüngeren Abteilung. Mit seinen 24 Punkten war er bester Schütze des SVD.
Für den SVD spielten:
Özcelik (1), Rehkopp (8/2), Stenzel (9), Eisenhardt (8), Tabot, Ojima, Krichevski (24/2), Abdelllaoui (7/1), Topuz (2), Zejnukovski, Tolkmit (5/1)
