SVD unterstützt das 3x3-Team der DBB-Damen
Am Wochenende werden bei den Finals in Hannover die Deutschen Meisterinnen im 3x3-Basketball ermittelt. Zu den Favoritinnen gehört das Quartett mit Olympiasiegerin Marie Reichert, Victoria Poros, Sarah Polleros und Ama Degbeon, allesamt Nationalspielerinnen. So weit, so normal. Etwas ungewöhnlicher ist da schon der Verein, für den sie in Hannover an den Start gehen: Es ist der SVD 49 Dortmund.
Die Derner haben in ihrer Vereinsgeschichte schon so einige Erfolge gefeiert. Zum einen liegen die aber schon etwas länger zurück, zum anderen beziehen sie sich ausschließlich auf das Männerteam. Was bei näherem Hinsehen auch nicht weiter verwundert: Frauen-Basketball ist gar nicht Bestandteil der Abteilung. Dass nun ein Frauen-3x3-Team für den SVD in Hannover startet (und zwar nicht irgendeines), hat mit guten Kontakten und einer guten Gelegenheit zu tun.
Das Nationalteam war auf der Suche nach einem neuen Verein für die Finals. Henrik Sojka, der Vorsitzende der Derner Basketballer, bekam dies mit und nutzte die Gelegenheit. „Ich war im April bei der 3x3-Super-Week in Bochum regelmäßig vor Ort und habe hautnah erlebt, welche Begeisterung diese Sportart auslösen kann“, berichtet er, „als sich die Möglichkeit ergeben hat, einem Top-Team der Frauen über den SVD eine Plattform für die Deutsche Meisterschaft zu bieten, musste ich nicht lange überlegen.“
Im Gegensatz zum „klassischen“ Vereinsbasketball sind die Regeln beim 3x3 deutlich lockerer. Es existiert keine feste Vereinszugehörigkeit, Spieler und Spielerinnen kooperieren bei Turnieren häufig mit einem etablierten Verein. Der SVD fungiert hier im Grunde als Pate, Partner und Unterstützer.
Begrenzt ist diese Partnerschaft zwar auf die zwei Turniertage. Wenn es nach Henrik Sojka geht, soll die Wirkung aber länger andauern. „Im Zuge der Neuausrichtung unseres Vereins möchten wir auch neue Wege gehen“, sagt er, ohne diesen Gedanken weiter zu konkretisieren. Eine Frauen-Basketball-Abteilung beim SVD sei damit „eher nicht“ gemeint. Möglicherweise aber eine Erweiterung des Angebots, das sich nicht ausschließlich auf das starre Ligensystem mit seinen festen Regeln bezieht. „Es ist gerade sehr viel in Bewegung bei uns“, sagt Sojka.
Am Samstag und Sonntag jedenfalls verfolgt der Abteilungsvorsitzende die Spiele des neuen Derner Kurzzeit-Teams vor Ort. „Wir sind stolz, Teil dieses besonderen Events zu sein“, sagt er, „und freuen uns darauf, den SVD 49 Dortmund auf nationaler Bühne vertreten zu dürfen.“
