SVD Dortmund – ETB Miners Essen 73:70 (21:26, 23:21, 14:14, 15:9)
Derner schöpfen Hoffnung nach Sieg gegen Essen
Nach drei von vier Spielabschnitten lag der SVD jeweils knapp zurück, nur nach dem entscheidenden vierten nicht und das ist, was am Ende zählt. In den letzten beiden Minuten entschieden die Derner diese jederzeit knappe Partie für sich. Mit einem erfolgreichen Distanzwurf leitete Kapitän Malte Stenzel die Wende ein, er traf zum 71:70. Als die Essener im Gegenzug die Chane verpassten, sich die Führung zurückzuholen und keinen ihrer letzten beiden Freiwürfe trafen, sorgte Daniel Eisenhardt für die Entscheidung. Nach seinem Wurf zum 73:70 durfte der SVD den dritten Saisonsieg feiern. Ein Erfolg, mit dem sich die Derner vorerst wenigstens etwas von der Abstiegszone entfernen.
Es war eine Mischung aus starker kämpferischer Leistung, verbessertem Spiel und ein wenig Glück, die den Dernern zum Sieg verhalf. Glück hatten sie vor allem im letzten Viertel, als die Essener an der Freiwurflinie nur wenig zustande brachten. Zehn Mal standen die Gäste an der Linie, nur drei Punkte holten sie. Sieben Fehlwürfe erlauben sie sich in den letzten zehn Minuten also, genauso viele wie in den drei Spielabschnitten zuvor insgesamt – bei 20 Versuchen.
Nach schwierigem Start, in dem der SVD vor allem mit der Essener Defensive seine Probleme hatte und nach neun Minuten mit 16:26 zurücklag, kämpften sich die Derner wieder heran. Was sie diesmal auszeichnete: Die Last des Punktewerfens war diesmal auf mehrere Schultern verteilt. Mit 16 Punkten war Malte Stenzel bester Schütze, es folgten Daniel Eisenhardt (14), Jason Tolkmit (13) und Dauer-Top-Scorer Michael Krichevski (12). Das Sarter-Trio Stenzel, Kriveski und Tolkmit ließ SVD-Trainer Miguel Sanchez nach der Pause zunächst komplett auf der Bank. Sie sollten mit ihren Kräften aushalten, was sich in der engen Schlussphase als die genau richtige Entscheidung erwies. Auf dem Feld machte es die „zweite Garde“ der Derner gut. Zwar zogen die Essener im dritten Viertel zeitweise auf sieben Punkte davon (60:53, 38. Minute), zum Ende des Abschnitts war der SVD-Rückstand aber wieder auf drei Punkte geschrumpft (58:61). Die Grundlage für eine spannende Schlussphase.
Für den SVD spielten:
Özkan (7/2), Rehkopp (8/2), Stenzel (16/2), Eisenhardt (14), Abdellaoui, Ojima (1), Krichevski (12), Plachkov, Ünver (2), Tolkmit (13/2)
