Citybaskets Recklinghausen – SVD Dortmund 71:65 (17:9, 22:21, 18:15, 14:20)
SVD verkauft sich teuer beim Spitzenreiter Recklinghausen
„Natürlich bin ich über die Niederlage enttäuscht“, stellte SVD-Trainer Miguel Sanchez fest, „aber über die Art und Weise unseres Spiels freue ich mich.“ Sechs Minuten vor dem Ende glich Michael Krichevski zum 58:58 aus, der SVD war wieder mitten im Spiel. Zuvor hatten die Recklinghäuser beständig die Führung innegehabt, sie lagen zur Pause mit neun Punkten (39:30) und nach 30 Minuten mit zwölf Punkten vorn (57:45). Doch der SVD ließ den Tabellenführer nie wegziehen.
„Wir haben in der Defense klug gespielt“, lobte Trainer Sanchez. Mit den 71 Gegenpunkten beim Tabellenführer und den 65 eine Woche zuvor beim Sieg gegen Paderborn scheint der SVD die Abwehr stabilisieren zu können. Auch in der Offensive machten die Derner Fortschritte. „Wir haben den Ball diesmal gut bewegt und auch den Extrapass gespielt“, so Sanchez. Bezeichnend dafür die Punkteverteilung: Mit je 14 Punkten waren Krichevski und Daniel Eisenhardt die besten Werfer, doch gleich danach folgen schon Malte Stenzel (12) und Ben Rehkopp (10).
Als es in Recklinghausen in die entscheidenden fünf Minuten ging, machten zwei Distanzwürfe der Citybaskets, die jeweils der Auftakt zu einer kleineren Punkteserie war, eine SVD-Überraschung zunichte. Vom 58:58 zogen die Gastgeber auf 64:58 davon (37.), als sich der SVD wieder auf 63:64 herangekämpft hatte, baute der Tabellenführer seinen Vorsprung postwendend wieder auf sechs Punkte aus (69:63, 39.). „Wir hatten die Gelegenheit, das zu gewinnen. Das ist gut für die Moral“, zog Trainer Miguel Sanchez Positives aus der knappen Niederlage. In der Hinrunde hatte sein Team den Vergleich noch mit 25 Punkten verloren (64:89).
Für den SVD spielten:
Ünver (2), Özkan (3/1), Rehkopp (10/2), Stenzel (12/3), Eisenhardt (14), Tabot (3), Ivojevic, Ojima, Krichevski (14), Abdellaoui (5/1), Topuz, Tolkmit (2)
